„Schützenhaus“ in Pößneck versiegelt
Etwa 75 Rechtsextremisten demonstrierten am Abend des 6. November gegen die zuvor seitens der Stadtverwaltung verfügte Versiegelung des Szeneobjekts. Am 20. November versammelten sich nochmals etwa 65 Personen zu einer von den Rechtsextremisten Andre K. und Ralf W. organisierten Protestveranstaltung und kündigten an, nicht nachlassen zu wollen, bis das „Schützenhaus“ den „Aktivisten der Wahrheitsbewegung“ wieder zur Verfügung stünde.
Rechtsextremistische Musikveranstaltung in Kirchheim/Ilm-Kreis
Am 7. November veranstaltete der 1993 als „Satansmörder von Sondershausen“ bekannt gewordene Hendrik M. in der „Erlebnisscheune“ in Kirchheim eine Werbeveranstaltung seines von Berlin aus betriebenen Internetversandhandels. Die Darbietungen waren der Stilrichtung National Socialist Black Metal (NSBM) zuzuordnen.
Rechtsextremistische Propaganda zum Volkstrauertag
Der Rechtsextremist Patrick W. hatte für den 14. November eine Demonstration „(Ge)-denkst du noch? Den Opfern von Krieg und Vertreibung“ in Arnstadt organisiert, der sich etwa 160 Personen anschlossen.
Eine auf den Vorsitzenden des NPD-Kreisverbands Gotha zurückgehende Kundgebung unter dem Motto „Im Gedenken an die gefallenen deutschen Soldaten beider Weltkriege“ zählte ca. 120 Teilnehmer. Neben Redebeiträgen des Organisator erfolgte am örtlichen Gefallenendenkmal eine Kranzniederlegung mit Mahnwache.
Darüber hinaus fanden von Rechtsextremisten initiierte Versammlungen in Eisenach, Hildburghausen, Oberhof, Nordhausen, Gera, Greiz und im Landkreis Gotha statt. Andernorts schlossen sich die Szeneanhängern offiziellen Gedenkveranstaltungen an.
NPD-Landesparteitag in Kirchheim
Unter dem Motto „Visionär in die Zukunft – Vorwärts für Thüringen“ versammelten sich am 21. November ca. 60 Gäste und Delegierte zum Landesparteitag der Thüringer NPD in Kirchheim. In Folge der jüngsten Wahlniederlagen standen die Aktualisierung der politischen Ziele und die strategische Ausrichtung der Partei auf kommende Wahlen im Mittelpunkt der Veranstaltung.
Im Anschluss fand in der Tagungsstätte ein kurzfristig von dem Rechtsextremisten Patrick W. organisiertes Konzert mit 50 bis 60 Besuchern statt, bei dem Szenebands aus Sachsen-Anhalt und Mecklenburg-Vorpommern auftraten.
Besetztes Gebäude geräumt
Ein unter Beteiligung linksextremistischer Autonomer besetztes Gebäude in Erfurt ist am 22. November polizeilich geräumt worden. Im Zuge der Maßnahme waren 24 Personen vorläufig festgenommen worden. Am darauffolgenden Tag veranstalteten Sympathisanten unter dem Motto „Hände hoch – Haus her“ eine Demonstration durch die Erfurter Innenstadt.